Ein Haufen alter Disketten, kreuz und quer übereinander
Foto: s j / Unsplash

SVG, DXF, FCM, PNG, PDF: Plotter-Dateiformate erklärt

Wer Plotterdateien tauscht, kauft oder selbst erstellt, begegnet immer denselben Endungen. Hier ist, was dahintersteckt — und wofür du welches Format brauchst.

SVG — der Standard fürs Schneiden

SVG speichert Pfade und Flächen als Geometrie, beliebig skalierbar, mit Farben und Ebenen. Es ist das Format der Wahl für Cricut Design Space und für Silhouette Studio ab der Designer Edition. Zwei Fallstricke: SVG kann auch Pixelbilder nur einbetten — dann ist es fürs Schneiden wertlos —, und nicht jedes Programm versteht jede SVG-Finesse. Für Schnittdateien gilt: schlicht ist robust — Pfade und Flächen, keine Filter und Effekte.

DXF — der Zeichnungs-Veteran

DXF stammt aus der CAD-Welt und transportiert Konturen zuverlässig zwischen Programmen, die sich sonst nichts zu sagen haben. Im Plotter-Alltag ist es vor allem eines: der Weg in die kostenlose Silhouette-Basisversion. Farben und Füllungen reisen nicht mit — die Folienzuordnung passiert nach dem Import.

FCM — Brothers Hausformat

FCM lesen die Brother-ScanNCut-Geräte direkt vom USB-Stick, ganz ohne PC-Software. Wer einen ScanNCut hat, spart sich mit direktem FCM-Export den Umweg über CanvasWorkspace.

PNG — fürs Drucken, nicht fürs Schneiden

PNG ist ein Pixelformat mit Transparenz. Schneiden kann daraus kein Gerät direkt — aber für Print & Cut und Sublimation ist es das Arbeitstier: Der Drucker liefert die Farben, geschnitten wird nur die Kontur drumherum.

PDF — fürs Papier

PDF hält Maße und Layout verbindlich fest und ist damit das richtige Format für alles, was auf echtes Papier soll: die Druckvorlage beim Print & Cut samt Passermarken, oder eine maßhaltige Vorlage zum Nachbasteln.

Welches brauche ich denn nun?

Kurz gefasst: Design Space → SVG. Silhouette Basisversion → DXF, Designer Edition → SVG. ScanNCut → FCM. xTool/Laser → SVG mit sauber getrennten Schnitt- und Gravurelementen. Drucken → PNG oder PDF.

Am entspanntesten ist, wer sich gar nicht festlegen muss: Aus einem Schnittklar-Projekt exportierst du jedes dieser Formate im Profil deines Geräts — und wenn du magst, alle zusammen als ein ZIP-Paket. Die Eigenheiten der einzelnen Geräte stehen auf den Geräteseiten.

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