Eine Wand voller bunter Aufkleber
Foto: Darya Tryfanava / Unsplash

Print & Cut: Wie Passermarken funktionieren

Sticker, Etiketten, Bügelbilder mit Farbverlauf: Manche Motive will man nicht aus Folie schichten, sondern drucken und dann ausschneiden. Genau das ist Print & Cut — der Drucker liefert die Farben, der Plotter die Kontur. Damit beides zusammenpasst, braucht es einen Vermittler: die Passermarken.

Was Passermarken tun

Dein Drucker und dein Plotter kennen einander nicht. Wenn du das bedruckte Blatt auf die Matte legst, weiß der Plotter zunächst nicht, wo genau der Druck liegt — ein halber Millimeter Versatz beim Einlegen, und jede Kontur säße daneben. Deshalb druckt man Markierungen mit aufs Blatt: schwarze Quadrate, Winkel oder Kreise an festen Positionen. Der optische Sensor des Plotters sucht diese Marken, misst ihre tatsächliche Lage und rechnet Verschiebung und Verdrehung des Blattes heraus. Erst dann schneidet er.

Jeder Hersteller hat seine eigenen

Die Marken sind kein Standard, sondern Herstellersache: Cricut druckt einen schwarzen Rahmen um das Motiv, Silhouette setzt drei Winkel in die Blattecken, Brother arbeitet mit eigenen Erkennungsmarken. Größe, Position und Abstand sind jeweils genau festgelegt — eine Datei mit den falschen Marken (oder mit Marken an der falschen Stelle) findet der Sensor nicht.

Praktisch heißt das: Die Passermarken gehören zur Exportdatei, nicht zur Bastelei. Der Print-&-Cut-Export von Schnittklar legt sie im Layout deines Geräts an und liefert beides zusammen: die Druckdatei als PDF mit Marken und die passende Schnittdatei für den Konturschnitt.

Wenn der Sensor streikt

Die häufigsten Ursachen, wenn „Marken nicht erkannt“ aufblinkt oder der Schnitt versetzt sitzt:

Welche Papiere und Materialeinstellungen bei welchem Gerät funktionieren, verraten die Schnittberichte auf unseren Geräteseiten — und im Vorlagenkatalog findest du Motive, die für Print & Cut gedacht sind.

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