Scherenschnitt-Silhouette eines Kopfes im Profil, schwarz auf weiß
Foto: Chiamaka Nwolisa / Unsplash

Aus einem Foto ein Plottermotiv machen — was geht und was nicht

„Kannst du mir das als Plotterdatei machen?“ — dahinter steckt fast immer ein Foto: das Hochzeitspaar, der Hund, das Ferienhaus. Die ehrliche Antwort lautet: Ja, aber nicht eins zu eins. Ein Foto lebt von Millionen Farbabstufungen, ein Plott von wenigen klaren Flächen. Der Weg vom einen zum anderen ist eine bewusste Vereinfachung — und die kann großartig aussehen, wenn man sie richtig anlegt.

Welche Fotos sich eignen

Die Kunst liegt im Weglassen

Beim Vektorisieren legst du fest, auf wie viele Farbstufen das Foto reduziert wird. Für Fotos gilt: weniger ist stabiler. Zwei Stufen ergeben den klassischen Scherenschnitt, drei bis vier eine plastische Porträt-Optik. Mit jeder weiteren Stufe steigt die Zahl der Kleinstflächen — und damit die Zahl der Teile, die du später entgitterst und einzeln überträgst.

Wichtig ist auch der Blick auf Inseln: In einem Porträt hängen Augen, Nasenschatten und Haarsträhnen oft frei in der Fläche. In einer Ebene aus Folie braucht jede Insel ihren Platz — oder Stege, die sie mit dem Rest verbinden, wie beim Stencil.

So gehst du vor

  1. Foto zuschneiden: nur das Motiv, so wenig Hintergrund wie möglich.
  2. Hochladen und mit den Reglern spielen — bei Schnittklar siehst du live, wie das Foto bei zwei, drei oder vier Stufen aussieht.
  3. Ebenen aufräumen: Kleinstflächen löschen, Splitter glätten, freistehende Inseln prüfen.
  4. Probeschnitt in Restfolie, bevor die gute Flexfolie dran glaubt.

Wenn du sehen willst, was dabei herauskommen kann: Im Vorlagenkatalog zeigen Autorinnen ihre Ergebnisse samt Schnittberichten — vom einlagigen Scherenschnitt bis zum vierstufigen Porträt.

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