Handlettering-Arbeitsplatz mit Stiften und beschriebenem Papier
Foto: Rachel McDermott / Unsplash

Schriftzüge plotten: Schriftwahl, Verbinden und dünne Stellen

Namen auf Schultüten, Sprüche auf Shirts, Etiketten für die Vorratsgläser: Schriftzüge sind das Brot-und-Butter-Projekt jedes Plotters. Und gleichzeitig die Disziplin, in der die meisten Dateien scheitern — nicht am Gerät, sondern an drei vermeidbaren Stellen.

1. Die Schrift entscheidet über die Arbeit danach

Je verschnörkelter die Schrift, desto mehr Entgittern wartet auf dich. Ein paar Anhaltspunkte:

2. Schreibschrift: verbinden, nicht nebeneinanderstellen

Bei Schreibschriften überlappen sich die Buchstaben — als Textobjekt sieht das gut aus, geschnitten wird aber jede Überlappung als eigene Linie. Das Ergebnis: Schnitte quer durch die Verbindungen, und das Wort zerfällt in Einzelteile. Vor dem Export müssen die Buchstaben zu einem zusammenhängenden Pfad verschweißt werden (in Design Space „Schweißen“, in Silhouette Studio „Verschweißen“). Merkregel: Wenn sich am Bildschirm zwei Konturen kreuzen, kreuzt sie später auch die Klinge.

3. Einmal mit den Augen der Klinge lesen

Bevor Folie draufgeht, lohnt ein Kontrollblick auf die reine Schnittlinien-Ansicht: Gibt es Doppellinien, wo Buchstaben aneinanderstoßen? Winzige Splitter zwischen den Zeichen? Stellen, an denen zwei Pfade fast, aber nicht ganz verschmolzen sind? Am Bildschirm kostet die Korrektur einen Klick, am Basteltisch eine Folie.

Ein fotografierter oder gezeichneter Schriftzug — Handlettering, ein alter Stempel, ein Logo — geht übrigens denselben Weg wie jedes Bild: vektorisieren, Ebenen prüfen, exportieren. Gerade beim Lettering zahlt sich die Glätten-Funktion im Schnittklar-Editor aus: Sie nimmt zittrige Kanten aus der Linie, ohne den Schwung der Handschrift zu bügeln.

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