Stapel aus buntem Tonpapier in Rot, Blau, Grün, Pink und Gelb
Foto: The 77 Human Needs System / Unsplash

Mehrfarbig plotten: Ebenen planen, schneiden und schichten

Einfarbige Schriftzüge sind ein schöner Anfang — aber die Motive, die auf Instagram die Runde machen, leben von mehreren Farben: das Kindershirt mit dreifarbigem Bagger, der Becher mit zweifarbigem Namen samt Herz. Mehrfarbig plotten ist kein Hexenwerk, es ist Planungsarbeit. Und die beginnt in der Datei.

Die Ebenen sind der Bauplan

Ein mehrfarbiges Motiv besteht aus so vielen Ebenen, wie es Folienfarben gibt. Jede Ebene wird einzeln geschnitten — in ihrer Folie, in einem eigenen Durchgang — und am Ende werden alle Schichten übereinander aufgebracht. Deine Datei sollte deshalb:

Beim Vektorisieren mit Schnittklar wird jede Farbe automatisch zur eigenen Ebene; ähnliche Töne kannst du im Editor zusammenlegen, bevor du auch nur eine Folie zugeschnitten hast.

Schneiden: Farbe für Farbe

Pro Durchgang legst du eine Folienfarbe ein und schneidest die zugehörige Ebene. Zwei Handgriffe ersparen Ärger:

  1. Beschriften. Bei ähnlichen Farbtönen (zwei Grautöne, zwei Rosés) einen Zettel an den entgitterten Zuschnitt — nach dem Entgittern sehen sich viele Ebenen zum Verwechseln ähnlich.
  2. Spiegeln nicht vergessen bei Flex und Flock: geschnitten wird spiegelverkehrt, gebügelt richtig herum. Das gilt für jede Ebene.

Schichten: von unten nach oben

Aufgebracht wird in der Reihenfolge der Ebenen, unterste zuerst. Bei Bügelfolien die unteren Schichten nur kurz anpressen — endgültig fixiert wird erst mit der letzten Lage, sonst leiden die unteren Schichten unter der wiederholten Hitze. Zum Ausrichten hilft die Vorschau am Bildschirm mehr als jedes Lineal: Präge dir ein, welche Punkte der Ebenen aufeinandertreffen.

Lust auf Praxis? Im Vorlagenkatalog findest du mehrfarbige Motive aus der Community — mit Schnittberichten, die zeigen, auf welchem Gerät und Material sie schon funktioniert haben.

Kostenlos ausprobieren Alle Artikel